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Dienstag, 15. März 2016

"Beziehungsgestört" oder "Durch Beziehung gestört"

Habe mich gestern wieder über gefühlte Ewigkeiten mit einer Freundin über die Dreibeine unterhalten und wir stellen fest, dass es eigentlich ganz einfach ist, Frauen zu verstehen, wenn man gewisse Regeln beherrscht.

Dass Männer und Frauen unterschiedliche Sprachen sprechen ist ja schon lange kein Geheimnis mehr, aber dass Männer sich darüber den Kopf zerbrechen, warum sie uns Frauen nicht verstehen, obwohl wir immer wieder mit dem Übersetzer zuschlagen, wundert mich ein wenig. Es ist doch so einfach, uns ruhig und zufrieden zu machen, oder? Sie bräuchten einfach nur zu bleiben, wie sie bei der Schokoladenseiten-Zeit gewesen sind. Zuvorkommend, rücksichtsvoll, verantwortungsbewusst, stark, treu, ehrlich und natürlich sexuell unglaublich anziehend, oder? Nur leider ist das genauso unwahrscheinlich, als wenn E.T. vor unserem Haus landet und mich fragt, ob ich ein funktionierendes Telefon hab.

Eigentlich ist es mächtig deprimierend, wie wenig Ehrgeiz in den meisten Kerlen steckt. Sie schauen gemütlich, vor der Sportschau liegend zu, wie wir uns in der Küche abmühen, um nach Fertigstellung den Teller was auch immer runter zu schlingen, den selbstverständlich wir dann abräumen, wenn die Hoheit fertig gegessen hat. Vielleicht haben die Kerle auch nur Angst, den Teller fallen zu lassen, denn mit der Motorik scheint es ja ebenfalls Schwierigkeiten zu geben, wenn ich bedenke, wie viele Zahnpasta-Tuben Anlass für Streit, Schlägereien und sogar Scheidung bieten.

Auch der Rücken scheint bei den meisten Dreibeinen stark beansprucht und kaum noch einsetzbar, anders kann ich es mir nicht erklären, dass so viele Wäschestücke den Boden säumen oder sogar in Sofaritzen zu finden sind, in diesem Falle hauptsächlich miefende Arbeitssocken. Naja, hier wäre dann doch ein wenig Empathie von uns holden Weiblichkeiten gefragt, schließlich macht so ein böser Rücken echt Ärger und ist auch sehr schmerzhaft.  Die Kraft der ehemals strotzenden Bizeps ist auch grenzwertig, denn 80% aller Männer schaffen es einfach nicht, den Müllbeutel zu stemmen und in die endlos weit entfernte Abfalltonne vor dem Haus zu werfen. Es kann natürlich auch sein, dass das Zugreifen der Hände Probleme bereitet, wo ein Neurologe hinzugezogen werden sollte, bevor es noch ausgeprägter wird. 

Die Manneskraft hingegen spiegelt sich auch nach vielen Beziehungsjahren an den Badezimmerkacheln positiv wider, wenn kleine Sprenkel an den selbigen zeigen, dass wenigstens das Zielen noch funktioniert. So eine große Kloschüsselöffnung wäre viel zu einfach für einen Mann, der zieht es vor...die Fugen zu treffen, klopft sich dann auf die Schulter, strahlt sich selbst im Spiegel an und hinterlässt uns die Beweise im Badezimmer, damit auch wir uns stolz vor ihm verneigen.



Ja, Männer wissen Frauen immer zu beschäftigen...manchmal durch das Schwängern der geliebten Frau. Auch hier wieder ein Beweis absoluter Liebe und Hingabe, schließlich gehört eine Stange Arbeit dazu, ein neues Leben zu zeugen, um dass sich viele, aus Rücksicht auf uns Frauen, später aus der Verantwortung ziehen, um uns dann wieder ein bisschen später, darauf hinzuweisen, dass wir das besser ihm selbst überlassen hätten. Überhaupt sind Kinder ein sehr beliebtes Thema, um sich auch nach Jahren noch angeregt zu unterhalten. In diesem Fall dann meist etwas lauter, schließlich lässt ja auch die Hörkraft im gesetzten Alter nach. Hier mutieren Männer zu den absoluten Superpädagogen und zeigen uns einmal mehr, wie wenig Ahnung wir von allem haben. Egal, wie wir unseren Nachwuchs erziehen, es ist vor dem gestrengen Blick des Gebieters immer falsch. Geben wir den Kleinen viel Liebe und Kuscheleinheiten, sind wir die Mäuse am verweichlichen, bleiben wir hart und konsequent sind wir lieblos und kalt. Halten wir die Kurzen zum Sauberhalten des Zimmers an, sind wir Furien und Putzteufel, vor allen Dingen wenn es sich um männlichen Nachwuchs handelt, tun wir es nicht, sind wir selbst schuld, dass das Chaos Überhand nimmt. 



Ganz schlimm sind die Väter, die selbst keine Kinder haben und als neuer "Vater" in die Familie rutschen. Die sind "Frau Saalfrank" in spe und zeigen uns täglich, was für Superpapis sie geworden wären und wie ahnungslos die sind, die schon seit über zwanzig Jahren Kinder erziehen. Die meisten dieser "Väter" kamen nur leider erwachsen zur Welt, mussten kurz nach dem Windelwechsel arbeiten und hatten draußen nie Spaß beim Spiel. 

Doch es soll ja auch Erzeuger geben, die bei der Sache ihren Spaß hatten und später behaupten, unbeteiligt gewesen zu sein. Da wird sich um Vaterschaftsanerkennungen und um den späteren Nachnamen gestritten, es wird gejammert, wie hart es für ihn sei und wie viel ihm nun abverlangt wird, während die dumme Frau, die ihre Eizellen nicht im Griff hatte, von einem Termin zum nächsten hechtet, um ihr Recht zu erhalten. Oh ja, Männer sind was Tolles....gell?

Erinnert ihr euch noch an die ersten Monaten eurer Beziehung? War es nicht unglaublich, wie einzigartig euer Gegenüber war, wie einfühlsam und romantisch? Er gab euch das Gefühl, auf Wölkchen zu schweben? Keine Angst, das Gefühl haben die meisten nicht all zu lange, denn manchmal denk ich, dass ist wie mit den Mogelpackungen, wo das Außen mehr verspricht, wie das Innen hält. Ist so ähnlich, als wenn du nur Nougatpralinen magst, greifst in diese glitzernde Schachtel, schnappst dir ne Praline, entfernst dieses edle Papier, stopfst es dir in deinen Mund und ..."PENG"...Marzipan! So ähnlich ist es mit den Kerlen. 

Er verspricht dir Nougat zu sein und nach einiger Zeit entpuppt er sich als Marzipan und ihr könnt die Scheißpackung einfach nicht mehr eintauschen. Das scheint unser Los zu sein....Marzipan in den Schubladen zu haben, was nach einiger Zeit noch ekliger schmeckt, als beim Neukauf. Der romantische und einzigartige Mann, der dir heiße Liebesschwüre ins Ohr geflüstert hat, liegt jetzt in ungewaschenem Jogger auf deiner Couch, vergewaltigt die Fernbedienung und wenn du Glück hast, kriegt er hin- und wieder mit, dass du auch dort wohnst. Da wünscht man sich doch die Swiffer-Tücher her...wisch und weg! War doch Swiffer, oder?

Aber auch hier wieder mein Schlußsatz...es soll Ausnahmen geben...nur wo? Die liebsten Männer, die ich kenne, sind die, die einfach nur mit mir befreundet sind :-)...aber ich befürchte, dass aus diesen Nougatpralinen nach dem Zusammenfinden auch Marzipan wird...aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt g*.

Sagt einfach den Pralinen ab, bleibt euch selbst treu, denn die meisten Männer sind es nicht...und lernt euch selbst richtig zu lieben, denn dann werdet ihr anspruchsvoller und skeptischer :-). 


3 Kommentare:

  1. Sehr gut geschrieben sehe ich genauso. Da gibt es noch die Männer die alleine mit den Kids nicht klar kommen aber wir Frauen wir müssen das können.

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  2. Heute 1 Jahr und so....

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  3. ja, die Ritter in strahlender Rüstung auf einem stolzen Ross, die uns auf ihr Schloss bringen, so wie wir sie aus Herz-Schmerz-Filmen kennen, wurden ausgetauscht in Machos, die mit ner vergammelten Karre über unsere Handtasche fahren, uns die schmutzverschmierte Hand reichen, um uns über den Müllsack zu helfen, den sie vergessen haben, in die Tonne zu werfen. Leider!!!!!

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