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Sonntag, 17. März 2013

Männer ticken anders

Ist es nicht zum Verzweifeln, dass aus den zarten Schmetterlingsflügeln der anfänglichen Verliebtheit so wahnsinnig schnell ein flaues Gefühl im Magen wird? Dass das morgentliche Erwachen uns oftmals an den Rande des Wahnsinns treibt, nur, weil wir wissen, dass wir erstmal die Spuren seines Daseins wegwischen müssen, sei es..weil er mal wieder die Klobrille oben gelassen hat oder wir hinter ihm die Lichter ausmachen müssen? Woran liegt es Mädels?

Ich weiß nicht, ob es mir gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen, da ich nur von mir selbst sprechen kann, aber ich denke mal, dass wir Frauen vielleicht lernen müssen, unsere Männer so zu akzeptieren, wie sie nun einmal sind oder das wir die Männer dazu kriegen sollten, gewisse Kleinigkeiten zu reduzieren oder zu ändern. Klingt locker, oder? Ist es aber nicht. Da sind wir beim Thema: MÄNNER TICKEN ANDERS! Die meisten Kerle stört es zum Beispiel überhaupt nicht, dass sie ihre Schweißsocken in einem Knäuel in den Wäschekorb (bei edleren Stücken männlichen Geschlechts - die meisten lassen sie nämlich neben dem Bett liegen) geben. Und warum stört es sie nicht? Ganz einfach - weil FRAU den Wäschekorb leert, die Wäsche sortiert und diese wäscht. Und hier liegt der Fall klar auf der Hand: wascht nicht mehr, solange sich nichts an dieser Tatsache ändert. Wenn HERR keine Socken mehr hat, wird er vielleicht begreifen, dass er entweder selbst Hand anlegen oder sein Verhalten ändern muss. Ist wie mit kleinen Kindern, die begreifen auch erst, dass sie etwas ändern müssen, wenn wir konsequent eine bestimmte erzieherische Maßnahme durchziehen. 
photo credit: mark sebastian via photopin cc


Ein anderer Fall ist es, MANN dazu zu bringen, eine notwendige Maßnahme möglichst zügig auszuführen. Kurzes Beispiel: Der Abfluss des Waschbeckens ist verstopft. Jeden Morgen keift der Herr aus dem Bad, dass das Waschbecken mal wieder überläuft und es total versaut aussieht. FRAU entgegnet, dass sie ihn mehrfach darauf hingewiesen hat und er das doch bitte schnell beheben möchte. Eigentlich ist ein einem solchen Fall nur eine kleine Rohrzange (wenn überhaupt) vonnöten, doch bei Männern ist mehr erforderlich. Männer brauchen einen Plan (wozu auch immer)! Sie überlegen, wo die Zange zu finden ist, welche Alternativen es gibt und ob nicht irgend etwa wichtiges vorher zu erledigen ist, beispielsweise das Studieren der Tageszeitung, wo man von solchen Geschichten, beziehungsweise dem Ende der Gleichen lesen kann - meist unter der Rubrik "SCHEIDUNGEN"! Also in meinem Fall zog sich ein solch verstopfter Abfluss über 3 Monate, bis mir der Hals platzte, ich zur Zange griff (die ich am Ende nicht einmal mehr brauchte) und in innerhalb von 3 Minuten war der Abfluss wieder frei! Bin ich Wonderwoman oder einfach nur ehrgeiziger? Anhören durfte ich mir jedenfalls, dass ich nur was hätte sagen brauchen und die 585485 Mal, wo ich es am Rande oder sehr eindringlich erwähnte, wurden wohl dezent ignoriert. Ich denke, dass ist ein typisches Beispiel für die Verschiedenheit der Geschlechter.

Ein leider typisches Verhalten ist die geschlechtliche Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt. Wer kennt es nicht? MANN kommt abends heim, ist total fertig von seiner Arbeit (wo er übrigens Geld verdient), während FRAU (ebenso fertig) gerade das Essen serviert. Sie sitzen sich gegenüber - er legt die Stirn in Falten, stöhnt (damit sie ja nicht überhören kann, wie schlecht es ihm geht) und fängt an zu jammern, wie schlecht er es hat. Doch es kommt schlimmer: Er jammert auch, wie gut SIE es doch hat. Den ganzen Tag zuhause, Kaffee trinken und sich mit Freundinnen treffen. Die Kleinigkeit dass die komplette Wohnung gesäubert, die Gänge zu Ämtern, Banken und dergleichen erledigt, die Kinder sauber im Bett sind und das SIE es nebenbei geschafft hat, Papiere zu sortieren, das Essen einzukaufen und zuzubereiten und noch superheiß auszusehen - die übersieht er. Auch die kleinen Augenringe von zu wenig Schlaf entgehen seinem Blick. Und welche Frau hat einmal versucht, ihre Arbeit zu erwähnen??? Noch schlimmer bei Frauen, die selbst ihr Geld verdienen, selbst die stehen neben ihrem männlichen Mitbewohner in schlechtem Licht - da MANN ja immer mehr arbeitet. Es ist schlicht und ergreifend unfair und die einzig mögliche Antwort sollte sein: LASST MAL EINEN TAG DEN HAUSHALT, WIE ER IST!!! und wartet ab...was abends passiert! Folgen sollte dann ein ausführliches Gespräch und vielleicht eine Zusammenstellung der Dinge, die ihr am Tage verrichtet habt. Mit viel Glück habt ihr ein Exemplar erwischt, welches mal in sich geht und anfängt, Euch den Respekt zu zollen, den ihr auch verdient.

Es gibt eine ganze Reihe von Aufregern, die uns Frauen kirre machen und die die Männer ganz anders sehen, leider! Mir geht es in meiner aktuellen Beziehung eigentlich, bis auf Kleinigkeiten, sehr gut und ich habe einen Weg gefunden, mich besser zu fühlen. Nein...der Mann macht den selben Mist, wie alle anderen, ICH habe mich geändert! Ich habe gelernt, ihn so zu nehmen, wie er ist, mit all seinen Fehlern. Wenn ich ihm etwas zu sagen habe, tue ich es im perfekten Moment, wenn er schwach und wehrlos neben mir liegt g*, denn das ist der Moment, wo er mir von den Lippen liest! Solange euch diese Macht noch gegeben ist - NUTZT SIE! - sie ist eure einzige Chance, bis zu seinen Hirnzellen vorzudringen :-)! 

Und sind wir mal ehrlich - so sehr wir uns über die Dreibeine aufregen, ohne sie leben wollen wir ja dennoch nicht! Oder?

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