Heute geht es mal um die lieben Kleinen, naja...eher um die bereits größeren Kleinen - unsere Teenager, die uns täglich den letzten Nerv rauben und uns an den Rande des Wahnsinns bringen. Sagt mal, waren wir genauso? Dann danke ich Gott, dass er es nicht zugelassen hat, das meine Eltern mich erschlagen :-)! Wie ist es bei euch? Jeder Tag ein neuer Kampf - eine neue Herausforderung?
Es hat sich viel verändert, im Laufe der letzten Jahrzehnte, oder? Ich meine, die Pubertät war schon immer der schlimmste Teil der Kindheit, zumindest für die Eltern, jedoch auch für die heranwachsenden Jugendlichen. Da setzt die Periode bei den Mädchen ein, da sprießen Haare, wo man sie nicht unbedingt sehen möchte und überhaupt ist alles einfach nur noch kacke. Tausend Fragen, auf die man Antworten sucht und niemand, der versteht, dass man einfach ein Held ist und sowieso alles besser kann g*. Also mein Dad wollte nie verstehen, dass ich klüger bin und alle Antworten auf Fragen des Lebens kenne. Zumindest glaubte ich das eine gute Zeit lang. Er sagte "JA" und aus Prinzip kam von mir wie aus der Pistole geschossen ein "NEIN"! Warum sind Kinder so?
In erster Linie macht man die beiden bösen Hormone Testostoron und Östrogen für die Schwierigkeiten in der pubertären Phase verantwortlich. Tja - die Sexualität hat der Menschheit schon immer Süßes und Saures beschert - wie wir hier mal wieder unschwer erkennen können. Aber reicht das aus, um aus Jekyll Hyde werden zu lassen? JA - tut es! In dieser Phase sind unsere Kinder Fremde. Sie entdecken die Sexualität und beginnen ihre ersten zarten Versuche, auf das andere Geschlecht zuzugehen, außerdem fangen sie an, sich von uns zu lösen. Ein nicht einfacher Prozess, zumal permanente Stimmungsschwankungen die Kids und auch deren Eltern in den Wahnsinn treiben. Da schießen Tränen, die man nicht kontrollieren kann oder es kommt zu gewaltigen Aggressionsschüben, meist bei den Jungen. Hier hilft nur eins - Augen zu und durch! Wir dürfen sie nicht körperlich züchtigen, nicht runterputzen und auch das gern angeordnete "Stubenarrest" kostet unter dem Strich nur unsere Nerven.
Das beruhigende ist - lt. wissenschaftlicher Studien - dass diese Phase angeblich nur ein bis zwei Jahre dauern soll...wobei ich mich dann frage, warum diese ein bis zwei Jahre bei meinen Söhnen so ewig gedauert hat. Den beiden verdanke ich meine ersten Haartönungen und die erste Packung Johanniskraut-Dragees *sfg*. Aber...die Phase endete - nämlich, als beide ausgezogen waren *sfg*. Beruhigt euch das? Ihr seht, ich habe noch Humor, denn ohne den hätte ich die Pubertät der beiden wohl nicht ohne psychiatrische Behandlung überstanden.
War es für uns damals leichter oder schwieriger? Gute Frage, viele von uns kennen noch die Zeit, wo ein viereckiger "Ball" und zwei sich bewegende Striche kurzerhand Tennis genannt wurde und als Telespiel für Furore sorgte.
Unsere Schultern waren muskulöser, da sie einen kompletten Ghettoblaster tragen mussten, der fast so groß war wie ein Reisekoffer. Heute nennt man es wohl MP3-Player und die halbe Zeit muss man ihn suchen, weil er so winzig ist und in einer Tasche verloren geht. Unsere Ohrläppchen waren vielleicht auch muskulöser - wenn ich so an meine eigenen denke, wo eine Reihe Büroklammern dranhingen, gott war ich cool g*. Außerdem wussten wir uns auch ohne Strom zu beschäftigen, da wir sowieso die halbe Zeit nicht zu Hause waren. Wir turnten in Steinbrüchen oder auf alten Friedhöfen rum und lagen auf Matratzen, die wir heute noch nich mal mehr berühren würden *schüttel*. Wir rauchten heimlich und tarnten dieses Geheimnis durch Zahnpasta, die ganz unauffällig in der Jackentasche verschwand. Heute stehen sie überall und qualmen und sind so dreist und fragen uns Erwachsene nach Feuer...kess kess! Bis nachts am Fernseher zu hängen kam für uns nicht in Frage - wir hatten nämlich nur 3 Programme und um punkt 12 durften wir uns das Testbild anschauen, falls wir denn überhaupt einen eigenen Fernseher hatten.
Da wundern wir uns heute, dass unsere Kinder immer gieriger werden und darauf bestehen, dass alles, was unseren Strom kostet, im Zimmer stehen muss? Der Computer wird meist schon von der Schule gefordert und ein Handy ist bei der Jugend Pflicht. Wir sind unsere Freunde besuchen gegangen und haben etwas gemeinsam unternommen. Heute achten die Kids auf den Online-Status des Freundes (heute nennt man es glaub ich Bro oder Sis) und das gemeinsame Surfen oder Spielen wird als "Unternehmung" bezeichnet. Mir tut die Jugend von heute irgendwie leid. Wenn hier mal die Lichter ausgehen, weil der Strom zu teuer wird - ICH weiß mich zu beschäftigen :-). Bei meinen Kindern sehe ich da schwarz.
...naja..dann drück ich mal allen Eltern von Heranwachsenden die Daumen, dass es nicht ganz so heftig ausfällt...
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